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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

In Mitteleuropa sterben die meisten Menschen an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall). Ursache ist die mit dem Alter fortschreitende Gefäßverkalkung. Östrogene, sowohl die körpereigenen als auch die im Rahmen der Hormonersatzbehandlung verabreichten, schützen die Wände der Blutgefäße vor Verkalkung und können Durchblutungsstörungen verhindern helfen. Ein Schutz durch die Hormonersatzbehandlung ist allerdings nur dann zu erwarten, wenn man damit früh beginnt, noch bevor es zu einer Schädigung der Gefäßwände gekommen ist; d.h. am besten in der Perimenopause oder den ersten postmenopausalen Jahren. Dann kann sogar bei erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Rauchen, Übergewicht, hohem Blutdruck, Zuckerkrankheit) eine Hormonsubstitution sinnvoll sein; vorausgesetzt Ihre Ärztin/Ihr Arzt achtet bei der Therapiewahl auf die möglichen Risken einzelner Substanzen. Im allgemeinen ist in dieser Situation die Verabreichung der Hormone durch die Haut (mittels Gel oder Pflaster) besser als durch Tabletten. Falls Sie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sollen Sie besonderen Wert auf engmaschige Kontrollen und entsprechende Laboruntersuchungen legen (Hormonanalysen, Gerinnungsfaktoren).